Guten Abend,
Ich persönlich kann es nicht nachvollziehen, das unsere Regierung die Schulen (einer der größten Verbreitungsplätze von Viren im öffentlichen Raum) wieder im Regelbetrieb öffnet. Mich, ein Zehntklässler eines Gymnasiums in NRW, betrifft dieses Thema besonders. Auch viele Freunde und Bekannte sehen es ähnlich und können es einfach nicht begreifen. So groß die Freude auf ein Wiedersehen nach insgesamt fast 4 Monaten „Ferien“ auch ist, keiner weiß so wirklich mit der Situation umzugehen und ist eher nachsichtig als vorsichtig. Dabei empfinde ich es als unverschämt, dass die Regierung, insbesondere unsere Bildungsministerin in NRW, den Direktorinnen und Direktoren der Schulen eine so große Verantwortung übergibt. Diese dürfen, besser gesagt müssen, sich ihr eigenes Hygienekonzept überlegen. Dieses ist von Schule zu Schule dementsprechend unterschiedlich. Die einen desinfizieren die Tische nach jeder Stunde, bei der anderen dürfen die Lehrer die Maske abnehmen und die Fenster bleiben zu. Das reinste Chaos. Und sobald der Lehrer den Raum verlässt, läuft es wieder nach dem Motto „Was ist Corona?“. Die Schüler und Schülerinnen reißen sich freudig die Masken vom Gesicht, stehen mit 15 Leuten in der Ecke rum und trinken aus der selben Getränkedose! Im Unterricht mögen die Reglungen ja teilweise etwas bringen, aber sobald die Schüler unbeaufsichtigt sind, gibt es kein Halten mehr. Nur wenige interessiert der Abstand oder die Hygieneregeln wirklich. „Was soll mir denn schon groß passieren? Ach, du hast schon kein Corona, ist doch alles gut“. Das die Schülerinnen und Schüler damit aber nicht nur sich selbst, sondern auch Lehrer, Eltern, Großeltern, und alle Kontaktpersonen gefährden, das wird ausgeblendet und ignoriert. Das Virus wird einfach nicht ernst genommen, denn, typisch egoistisch, „ich bin doch jung, mir passiert nichts“. Aber was passiert mit den Eltern, Verwandten, die an dieser Krankheit sterben können? Mir persönlich erschließt sich nicht, warum man sich in der Schule nicht einfach klar und diszipliniert verhalten kann, denn sonst bringt es alles nichts…
Ich höre oft von meinen Mitschülern, das die Phase des „Distanzunterrichts“ als gar nicht so schlimm wahrgenommen wurde, wie es die Presse einem weiß machen möchte. Viele sehen dieses als Alternative zum normalen Unterricht und ein Großteil hätte auch gerne so weiter gemacht wie vor den „Sommerferien“. Keinen hat es so wirklich gestört, in den kleinen Klassen, sogar im Gegenteil, es wurde als eine schöne und angenehmen Atmosphäre wahrgenommen.
Auch ich sehe es als eine durchaus ernst zu nehmende Alternative zum Regelbetrieb und ich kann nicht verstehen, warum manche Bundesländer gänzlich ohne Mund-Nasenbedeckung und wir, in NRW, kontinuierlich die Maske tragen müssen. Dadurch werden komplett verschiedene Ansprüche an die Schülerinnen und Schüler gestellt und dieß sollte auch berücksichtigt werden, wenn unsere Politik selbst in Krisenzeiten zu schwach ist eine einheitliche Regelung für die Schulen zu finden, auch mit digitalem Unterricht als Ergänzung!
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